<359> Ihr aus Böhmen in Erfahrung gebracht habt; allein das sind lauter Windbeuteleien; denn wenn sie da marschiren lassen, so geschieht es blos darum, daß die Leute an dem Festungsbau arbeiten sollen. Ich bin übrigens Euer wohlaffectionirter König.

Potsdam, den 6. August 1786. Friedrich."

10. August 1786

Der König an den General von Mosch, Chef des Cadettencorps: "Mein lieber General von Mosch. Die unterm gestrigen Datum eingeschickte Liste von denen Cadets so in der Armee placirt werden können, erhaltet Ihr hierbei zurück. Ihr müsset Mir eine andere Liste schicken, und darin auch Pommern mit aufsetzen, und damit ich darunter aussuchen kann, müssen mehrere in dieser Liste aufgeführet sein. Ich bin Euer gnädiger König.

Potsdam, den 10. August 1786. Friedrich."

10. August 1786

Der König an die verwittwete Herzogin von Braunschweig (das Original ist Französisch): "Meine verehrungswerthe Schwester. Der Hannoversche Arzt hat sich bei Ihnen geltend machen wollen, meine gute Schwester; im Grunde aber ist er mir unnütz gewesen. Die Alten müssen den jungen Leuten weichen, damit jede Generation ihren Platz finde; und wenn man genau prüft, was das Leben sei; so ist es nichts, als daß man seinen Mitbürger sterben und geboren werden sieht. Indessen finde ich mich seit einigen Tagen ein wenig erleichtert. Mein Herz bleibt Ihnen unveränderlich ergeben, meine gute Schwester.

Ich bin mit der größten Hochachtung
meine verehrungswerthe Schwester
Ihr treuer Bruder und Diener
Friedrich."

Potsdam, den 10. August 1786.

10. August 1786

An demselben Tage soll der König auch an seinen ehemaligen Minister von der Horst geschrieben haben, dem er immer