<65> über die Kaiserlichen davonzutragen, der ihre Bundesgenossen entmutigte und wohl gar den einen oder anderen von den Kriegs- und Eroberungsplänen abschreckte, die ihr Ehrgeiz ausbrütete. Gegen Mitte März kamen die Regimenter aus Pommern in Görlitz an. Man verwandte sie zur Verstärkung der Stellungen, die nicht genügend mit Truppen versehen waren, und fortan verhielten sich auch die Feinde ruhig.

Zu dieser Zeit reiste der König nach Schlesien, um sich mit Feldmarschall Schwerin zu besprechen. Sie trafen sich in Haynau und entwarfen dort den Plan zum nächsten Feldzuge1. Auch wurden entsprechende Vorkehrungen getroffen, daß die Truppen davon nichts erfuhren. Danach kehrte der König nach Dresden zurück. In Sachsen wie in Schlesien traf man alle Vorbereitungen zur Ausführung des entworfenen Planes, sobald die Verproviantierung und die Jahreszeit es erlaubten.


1 Der berühmte Offensivplan gegen Böhmen, wie er im Frühjahr 1757 zur Ausführung gelangte, ist nicht in Haynau, wo der König am 29. Januar mit Schwerin und Winterfeldt zusammentraf, sondern erst im Laufe des März nach eingehender schriftlicher Beratung mit beiden Generalen gefaßt worden, nachdem sich die politische und militärische Lage weiter geklärt hatte.