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D. K. Geduld! (Zum Kaufmann Schneider). Ist Er auf der Schneekoppe gewesen?

S. Vier Mal, Ihro Maj.

D. K. Da hat Er sich wohl die Wege wegen des Contreband-Handels bekannt gemacht?

S. O nein!

D. K. Wenn von dem Contrebandhandel die Rede ist, da muß man dem Kaufmann nur ein Ohr lehnen (die Hand vorhaltend); ich sags nur zu Ihm.

S. Ihro Maj., wir sind nicht dreist genug zum Contrebandhandel.

D. K. Ich habe etwa vor 13 Jahren einen guten Mann von hier gekannt, der die Handlung verstand - wer war doch der?

S. Ihro Maj. meinen vermuthlich Stengel.

D. K. Ja, das war ein ercellenter Mann - er war in Spanien gewesen -

S. Ja!

D. K. Hat er keinen Sohn verlassen?

S. Nein, Ihro Maj., nur seine Wittwe, der dieses Haus gehört.

D. K. So! also bin ich in seinem Hause? Das Hab' ich nicht gewußt - hm, hm - also bin ich in seinem Hause. Wie kams, daß er so geschwind starb?

S. Er kam kränklich aus Spanien nach Hause. Das Klima hatte ihm nicht gedient.

D. K. Er war aber bei mir in Potsdam, da war er gesund.

E. d. D. Er war schon in Cadix krank.

D. K. Woher weiß Er das?

E. d. D. Ich war eben damals in Cadix.

D. K. Es war Schade um ihn.

E. d. D. Ihro Maj., einen Schwiegersohn hat er hinterlassen, der ist hier.

D. K. (sich gegen den Kaufmann Hoffmann wendend). Es war Schade, daß er nicht länger gelebt hat - es war ein excellenter Mann. - Ahm' Er ihm nach!