<173>

APPENDICE.[Titelblatt]

<174><175>

I. DER GENERAL VON WINTERFELDT AN DEN KÖNIG.195-a

Potsdam, den 11. November 1755.

Das von Ewr. Königlichen Majestät allergnädigst zum Durchlesen mir Communicirte liefere ich hierbei, mit der lebhaftesten devoten Erkenntlichkeit für diese mir dadurch erzeigte Gnade, in aller Unterthänigkeit wieder zurück. Und gleichwie alles dieses in meinem Herzen vergraben bleiben wird, desto mehr habe ich dagegen die daraus gelernten incomparablen Regeln, in den vier und zwanzig Stunden, da es gehabt, meinem Gedächtniss zu imprimiren gesucht, damit Ewr. Majestät gnädige Bemühungen, um mich zu instruiren und zu Dero Dienst geschickt zu machen, nicht vergebens angewendet, sondern ich solcher durch eine stricte Folge und Ausübung würdig sein möge.

Wer diesen Instructiones nur folgt, als welche auf der einen Seite anweisen, wie man von den Avantagen, so man sich dadurch verschaffen kann, mehr als jemals in einem Kriege geschehen, profitiren, auf den difficilen Fall aber auch zeigen, wie man sich in denen schwersten Vorfällen helfen soll, der kann in allen möglichen Gelegenheiten seiner guten probablen Sache gewiss, als auch zugleich in critischen Begebenheiten nicht embarrassirt sein.

Es ist diese Beilage ein Präservativ um sich glücklich zu erhalten, und eine Universal-Medicin um alle Verlegenheiten zu curiren. Und dünke ich mich bei dieser unschätzbaren Feldapotheke, als welche ich allezeit sinnlich bei mir führen werde, so sicher, dass mir auch der stärkste feindliche Gift nicht schaden kann.

H. C. von Winterfeldt.

<176>

II. FRIEDRICH AN DEN PRINZEN HEINRICH.196-a

Breslau, den 17. März 1759.



Durchlauchtiger Fürst,
Freundlich lieber Bruder,

Da Ich Ew. Liebden vorhin schon eine Instruction für die General-Majors von der Infanterie zugesandt habe, damit Dieselben solche einem jeden dererselben abschriftlich communiciren sollen; so schicke Ich Ew. Liebden nunmehro hierbei auch eine Instruction für die General-Majors von der Cavallerie und will, dass Dieselben gleichfalls jedem General von der Cavallerie bei Dero unterhabendem Corps eine Abschrift davon zustellen sollen. Ich hoffe übrigens, dass ein jeder von denen Generals, so dergleichen Abschrift von Deroselben empfänget, von der pflichtmässigen Discretion sein werde, davon keinen andern, als seinen alleinigen Gebrauch zu machen. Ich bin, u. s. w.


195-a Il est parlé de cette lettre dans l'Avertissement, article III. Nous la tenons de feu madame la comtesse Henriette d'Itzenplitz-Friedland.

196-a Nous avons mentionné cette lettre dans l'Avertissement, article VIII, et nous la donnons d'après l'original conservé aux Archives de l'État (F. 105. Ee).